Rieti-Express rollt wieder durch den Park

Sieben Frauen und Männer stehen in einem Park und halten gemeinsam ein Schild mit der Aufschrift "Rieti-Zug".
Der Fördervereinsvorstand freut sich, dass der Rieti-Express wieder rollt (von links): Ulrich Schönebeck, Vorsitzender Frank Ehlebracht, Anja Rodenbeck, Vorstandsmitglied und Club-Touring-Chefin, Gartenschaupark-Geschäftsführer Johannes Wiethoff, Helge Pabst, Vorstandsmitglied und Geschäftsführender Pflegedienstleiter beim Verein Daheim e.V., Frank Kröger sowie Gerd Muhle. Foto: Stadt Rietberg

Förderverein und Sponsoren sichern Finanzierung

Rietberg. Er fehlt. Nicht nur im Stadtbild, sondern speziell auch den älteren Besuchern des Gartenschauparks und Familien mit Kindern. Die Rede ist vom Rieti-Express. Die kleine Bimmelbahn ist noch im vergangenen Jahr regelmäßig losgetuckert und hat Gartenschaupark-Gäste aus dem Parkteil Mitte in den Parkteil Nord und zurückgebracht oder aber war bei Stadtführungen im Einsatz. In diesem Jahr konnte die Gartenschaupark Rietberg GmbH die Finanzierung des kleinen Bummelzuges aufgrund von Budgetkürzungen nicht mehr stemmen, der Betrieb wurde eingestellt. Doch diese Pause hat nun ein Ende: Der Rieti-Zug kommt zurück.

Möglich machen dies der Förderverein des Gartenschauparks, der Verein Daheim e.V. sowie das heimische Unternehmen Club Touring Rietberg, dessen Chefin Anja Rodenbeck Teambuilding-Events im Gartenschaupark organisiert. Gemeinsam übernehmen sie zumindest für dieses Jahr die Finanzierung des kleinen Zuges. „Wir haben festgestellt, dass der Rieti-Express doch von vielen Menschen vermisst wird, daher haben wir nach einem Weg gesucht, den Zug wieder losrollen zu lassen“, erklärt Frank Ehlebracht. Der Fördervereinsvorsitzende freut sich, dass nun eine Lösung gefunden wurde. 

Auch Gartenschaupark-Geschäftsführer Johannes Wiethoff ist erleichtert, war ihm die Streichung des Angebotes schließlich alles andere als leichtgefallen. „Wir haben allerdings von der Politik den klaren Auftrag bekommen, zu sparen. Daher mussten wir irgendwo den Rotstift ansetzen“, verdeutlicht Wiethoff das Dilemma. Die jetzige Lösung gefällt natürlich auch ihm, denn dass der Rieti-Express fehlte, ist ihm selbstverständlich nicht verborgen geblieben. Nun tuckert die kleine Bahn, die über 24 Sitzplätze verfügt und mit einem Tempo von sechs Stundenkilometern unterwegs ist, wieder los. Das bewährte Team an Fahrern steht direkt wieder zur Verfügung. Wie gewohnt pendelt der Zug an Sonn- und Feiertagen zwischen 11 und 19 Uhr zwischen den Parkteilen Mitte und Nord. Erwachsene zahlen 3 Euro pro Fahrt, Kinder 2 Euro (zuzüglich Parkeintritt). An den übrigen Tagen kann er auf Anfrage für Stadtführungen oder auch private Touren gemietet werden. Alle Infos gibt’s dazu auf www.gartenschaupark-rietberg.de.

Wie es im kommenden Jahr mit dem Rieti-Express weitergeht, steht noch nicht fest. Klar ist aber, dass man bestrebt ist, die Bahn auch 2027 rollen zu lassen. Ab 2028 dann wird es eine andere Lösung geben. Bis dahin wird der neue, zum Großteil mit Fördermitteln von EU und Land NRW finanzierte Erlebnisweg „Rietberger Abenteuerzeitreise“ umgesetzt, der den Historischen Stadtkern, den Gartenschaupark und den Neuland-Campus verbinden wird. Im Rahmen dieses Projektes wird ein neuer Erlebniszug angeschafft.

  • Eine schwarze Lok mit rotem Schornstein rollt durch einen Park mit Blumenbeeten.
    Der Rieti-Express rollt nun wieder durch den Gartenschaupark.