Förderbescheid über knapp 1,3 Millionen Euro übergeben
Die Attraktivität Rietbergs steigern und gleichzeitig den Historischen Stadtkern, den Gartenschaupark und den Neuland-Campus miteinander verknüpfen – dieses Ziel soll mit einem neuen, interaktiven Erlebnisweg erreicht werden, für den die Gartenschaupark Rietberg GmbH Fördermittel erhält. Jetzt ist der offizielle Startschuss für das Projekt gefallen, denn Jens Kronsbein, Leiter der Abteilung Regionale Entwicklung, Kommunalaufsicht und Wirtschaft der Bezirksregierung Detmold, war zu Gast im Rietberger Rathaus und hat den Förderbescheid übergeben.
“Rietberger Abenteuerzeitreise” heißt der Weg, der die touristischen Ankerpunkte der Stadt miteinander verknüpfen wird, durchgängig barrierefrei, versteht sich. Vereint werden analoge und digitale Technologien, die sowohl Rietberger Bürger als auch Touristen einladen, eine faszinierende Zeitreise zu unternehmen. Entlang des immer moderner werdenden Weges setzen eindrucksvolle Highlights neue Maßstäbe im Tourismus: Vom Historischen Stadtkern aus werden bei einer mehrsprachigen so genannten Augmented-Reality-Führung historische Szenen zum Leben erweckt. Die Besucher können mit Hilfe der neuen Technik zum Beispiel die frühere Rietberger Gräfin Ernestine (1687 – 1758) treffen und sich aus ihrem Leben berichten lassen. Im Gartenschaupark soll unter anderem ein barrierefreies, digital erlebbares Spielgerät in Form des ehemaligen Grafenschlosses entstehen. Und am Neuland-Campus schließlich wird der Blick auf die Zukunft gerichtet: Angelegt wird ein Innovationsgarten, der an fünf Stationen zukunftsweisende Themen aufgreift. Die “Rietberger Abenteuerzeitreise” wird knapp 1,6 Millionen Euro kosten. Knapp 1,3 Millionen Euro bekommt der Gartenschaupark Rietberg gefördert – jeweils zur Hälfte aus EU-Geldern und vom Land Nordrhein-Westfalen.
Abteilungsleiter Kronsbein hob die Bedeutung des Projektes hervor: “Tourismus ist ein wichtiger Wirtschafts- und Standortfaktor in Ostwestfalen-Lippe. Mit diesem beeindruckenden Projekt eines interaktiven Erlebnisweges schafft Rietberg einen weiteren Anziehungspunkt für Besucherinnen und Besucher. Die Verbindung von spielerischen mit unterhaltsamen Angeboten der Wissensvermittlung in Form von analogen und digitalen Erlebniswelten steigert die touristische Attraktivität des Erholungsortes. Gerne unterstützen die Europäische Union und das Land Nordrhein-Westfalen dieses Projekt.” Er freue sich, dass mit den Fördergeldern nun ein echtes Leuchtturmprojekt auf den Weg gebracht werde. “Das Konzept verbindet nicht nur analoge und digitale Ansätze, sondern ist zudem barrierefrei gestaltet und mehrsprachig angelegt. Das finde ich sehr überzeugend. In Rietberg bleibt man nicht stehen und ruht sich auf bisherigen Erfolgen aus. Hier entwickelt man sich weiter und stellt sich für die Zukunft auf, indem man neue touristische Maßstäbe setzt”, betonte Kronsbein, als er den Bescheid an Bürgermeister Andreas Sunder und Gartenschaupark-Geschäftsführer Johannes Wiethoff überreichte. Bürgermeister Sunder wiederum freut sich, Fördergelder für ein innovatives Projekt zu erhalten, das in Zeiten knapper Kassen sonst sicherlich nicht realisiert werden könnte. “Diese Abenteuerzeitreise bringt uns als Stadt und als Region weiter nach vorn.”
Mit Übergabe des Förderbescheides kann nun der Rietberger Landschaftsarchitekt Jürgen Edenfeld mit der Arbeit beginnen. Er hatte seinerzeit schon die Landesgartenschau mitgeplant und zeichnet jetzt für die Umsetzung dieses neuen Projektes verantwortlich. Gemeinsam mit Gartenschaupark-Mitarbeiterin Lisa Jephcote wird er den interaktiven Erlebnisweg Realität werden lassen. Bis Ende 2028 muss alles fertig sein.
Mitteilung der Gartenschaupark Rietberg GmbH vom 14. April 2026